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Preßnitztal-Museum

Das Preßnitztalmuseum

Einzigartig Lokal

Das Preßnitztalmusem bietet seinen Besuchern Einblick in ein Stück erzgebirgischer Heimatgeschichte. Das Gebäude selbst schmiegt sich an den Fluss, von dem es seinen Namen hat. Niederschmiedeberg ist typisch Erzgebirge. Alles kommt vom Bergwerk her. Bereits im 16. Jahrhundert schlugen die Bergleute hier Eisen und Magnetit aus dem Fels. In den Hammer- und Schmelzanlagen wurde es weiterverarbeitet. Baugewerbe gab es hier reichlich. Mit dem notwendigen Holz versorgten sich die Menschen in den einheimischen Wäldern. Hier wurde auch gejagt. Später nutzten Pappenfabriken die Wasserkraft der Preßnitz. Das heutige Museum ist selbst in einer ehemaligen Pappenfabrik untergebracht.
Die jüngere Geschichte ist auf das engste mit der Preßnitztalbahn verwoben. Auf ihren Waggons wurden sowohl Waren als auch Menschen transportiert. Die Niederschmiedeberger fühlen sich tief verwurzelt mit den erzgebirgischen Traditionen. Davon zeugen die Schnitz- und Klöppelarbeiten in der Dauerausstellung. Sehenswert ist etwa ein großes Pferdefuhrwerk, das mächtige Stämme aus dem Wald bugsiert. Außerdem ist eine Pyramide zu sehen. Auf mehreren Ebenen drehen sich dort geschnitzte Figuren.
Als Schmuckstück der Schau gilt der große Heimatberg. In den 1950er und 1960er Jahren von Mitgliedern des Schnitzvereins gebaut, zeigt er Gebäude, die einst das Bild des Ortes prägten. Ihr handwerkliches Geschick beweist sich in den vielen beweglichen Teilen.
Im hinteren Teil des Museums bewahrt ein wichtiges Stück DDR-Wirtschafts-Geschichte. Seit Mitte der 1950er Jahre wurden in Niederschmiedeberg Kühlschränke produziert. Sie gingen von hier aus in alle Welt. Vielen Menschen sicherte das „dkk“ den Lebensunterhalt. Hier steht nicht zuletzt auch die Wiege der FCKW-freien Kühlschränke. Was längst Standard ist, wurde einst von erzgebirgischen Ingenieuren erfunden. Sogar ein runder Kühlschrank ist hier entwickelt worden. Dessen große Erfolg blieb jedoch aus. Im Jahre 2001 wurde der Betrieb eingestellt. Die Ausstellung dokumentiert diesen Teil der knapp 50 Jahre dauernden Geschichte.

 

Der Vorraum beherbergt traditionell eine Sonderausstellung. Vom 10. bis zum 18. Februar ist hier eine Sonderschau anlässlich des 90-jährigen Bestehens des Schnitz- und Klöppelvereins Niederschmiedeberg zu sehen.


Naturfreunde erreichen das Preßnitztalmuseum am besten über den Preßnitztalrad- und -wanderweg.
Unmittelbar vor dem Haus befindet sich ein großer Kinderspielplatz.


Kontakt:
Pressnitztalmuseum
Talstr. 18
09518 Großrückerswalde / OT Niederschmiedeberg
Telefon: 03735 267 98 74
j.goerner@grossrueckerswalde.info

Öffnungszeiten: sonntags 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr