Sieben Geschichten zum 100 Jahre alten Mauersberger-Dorfmodell kamen am Sonntag im Mauersberger-Museum zu Gehör. Verfasst worden waren diese von sieben Kindern im Alter zwischen neun und elf Jahren. Sie nutzten eine Woche der Winterferien für kreatives Schreiben. Im Mittelpunkt der Handlungen standen auf dem Dorfmodell befindliche Figuren. Die Kinder wählten eine oder mehrere davon für ihre Geschichten aus. Ganz verschiedene Abenteuer ließen sie die Autoren in ihren kurzen Texten erleben. Auf diese Weise entstand ein reges „Geflüster vom Berg“, so wie das Ferienangebot auch überschrieben war. Tragische Unfälle, traurige Umstände und vor allem glückliche Wendungen waren der Phantasie der Kinder entsprungen. Beim Schreiben selbst gab es Hilfe von Jan Görner im Kultur- und Begegnungszentrum Großrückerswalde. Hier wurden die Kinder auf verschiedene Stilmittel für eine interessante Geschichte hingewiesen. In den Pausen sorgte Leah Haselbach vom Regionalteam der Diakonie Marienberg mit Spielen für das Regenerieren der Kräfte und für Motivation. Für die Ergebnisse dieser Arbeiten gab es am Sonntag jede Menge Applaus vom Publikum. Nur ein Stuhl war im Dachgeschoss des Museums freigeblieben. Vorleser Rüdiger Kempt vom Verein Literatur im Erzgebirge ließ die Geschichten mit seiner Stimme entsprechend klingen. Von ihm gab es gleich zu Beginn ganz anerkennende und lobende Worte für die Texte der Kinder. Musikalisch wurde die Veranstaltung mit Eigenkreationen von Johannes Stuhlemmer vom Verein Mauersberger-Freundeskreis auf dem Piano untermalt. Als kleines Andenken an den Ferienkurs erhielten alle Kinder ein kleines Büchlein mit allen sieben Geschichten. Eines der Bücher verbleibt im Museum am Dorfmodell. Hier können die Besucher die Abenteuer der kleinen Figuren im Schnee nachlesen.



