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Neue Sonderschau anlässlich 20 Jahre Preßnitztalmuseum

Das Preßnitztalmuseum zeigt seit Ende August eine neue Sonderausstellung. Sie läuft unter dem Titel „Farben der Heimat – Landschaftsbilder von Roland Buschmann – Gesteine und Minerale der Region aus der Sammlung von Bernd Schreiter“. Die beiden Aussteller haben die Entstehung des Preßnitztalmuseums vor 20 Jahren entscheidend mitgeprägt. Unter anderem steuerten sie Exponate für die Dauerausstellung bei. Bereits 1999 hatte der Großrückerswalder Gemeinderat den Umbau des Gebäudes und den Aufbau des Preßnitztalmuseums beschlossen. Damals sah es noch ganz anders aus als heute. Es trug eine Etage mehr. Außerdem war ein Boden aufgesetzt. Dieser diente einst als Ort zum Trocknen von Pappen. Die Ursprünge des Gebäudes sind noch viel älter. Hinter ihm liegt eine bewegte Geschichte. Sein heutiges Antlitz geht auf die Pappenfabrik Speisebecher & Co. zurück. So hatte das zentrale Gebäude in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ausgesehen. Daneben stand vor dem Umbau das Domizil der Freiwilligen Feuerwehr. Von Anfang an sollte im neuen Museum auch die ehemalige Heimatschau mit dem Heimatberg untergebracht werden. Die Ursprünge des Heimatberges liegen in den 1950er Jahren. Damals waren mit der Hammerschmiede und dem Zechenhaus die beiden ersten Modell-Gebäude entstanden. 1957 folge die erste Ausstellung in der Schule. Zehn Jahre später wurde unter dem Saal des Gasthofes ein Museumsraum eingerichtet. 1969 öffnete dort die Heimatschau. Die sechs Gebäude präsentierte der Verein unter dem Motto „Niederschmiedeberg vor 200 Jahren“. Die Heimatschau blieb bis zur Wende in Betrieb. Die Öffnungszeiten sicherte der Verein ab. Nach der Wende kam vorerst das Aus. 1998 erfolgte die Einlagerung des Heimatberges in der Schule. Der Saal des Gasthofes verschwand 2001. Wieder aufgebaut wurde der Heimatberg im Preßnitztalmuseum von 2003 bis 2005. Einen genaueren Einblick in die Geschichte geben zwei Informationstafeln. Sie hängen im Hausflur des Museums. (jag)