Der Bau eines Radweges von Großrückerswalde nach Marienberg sollte in Bezug auf die Radwegkonzeption für den Ort oberste Priorität haben. Das ist das Ergebnis der Präsentationsveranstaltung vom Donnerstagabend vor Pfingsten. Etwa 30 Interessenten hatten sie im Landgasthof Wemmer besucht. Jens Habermann von der Wirtschaftsförderung Erzgebirge hatte das Konzept im ersten Teil präsentiert. Danach gab es eine rege Diskussion. In deren Rahmen wurden weitere Vorschläge zur Verbesserung und Vertiefung aufgenommen. Jeder Teilnehmer durfte im Anschluss daran drei Stimmen in Form von roten Punkten verteilen und so seiner eigenen Priorisierung Ausdruck verleihen.
Die mit Abstand meisten Stimmen gab es mit 35 für den Radweg zwischen Großrückerswalde und Marienberg. Zeitliche Prognosen für den Bau konnten weder Jens Habermann noch Bürgermeister André Rösch abgeben. Das hängt in erster Linie von der Finanzierung des Projektes ab. Im Haushalt des Freistaates Sachsen sind aktuell nur 1,1 Millionen Euro für den Bau von Randwegen entlang von Staatsstraßen vorgesehen. Ein Meter Radweg verursacht Kosten in Höhe von zirka 5.000 Euro. Diese Lage könnte sich in Zukunft ändern. Das Radwegkonzept gilt als Grundvoraussetzung, um überhaupt an Fördermittel zu gelangen.
Auf Platz Zwei der Prioritätenliste der Veranstaltung rangierte mit 12 roten aufgeklebten Punkten für die Erweiterung des Radweges zwischen der S 221 und der Dreibrüderhöhe. Für die Entschärfung des Kreuzungsbereiches S 221 in Richtung Flugplatz gab es fünf Stimmen, für die Fortführung des Preßnitztalradweges bis nach Wolkenstein und die Verbesserung des Schulweges nach Wolkenstein jeweils eine.
Bürgermeister André Rösch dankte allen Anwesenden für ihr Interesse. In den nächsten Wochen wird Jens Habermann das Radwegekonzept weiterentwickeln. Nach der Fertigstellung soll es öffentlich zugänglich werden. (jag)



