gefördert durch:

Großrückerswalde

Mein Großrückerswalde

Altbergbauverein widmet sich dem bergmännischen Erbe der Region

Streckewalde. Dunkel und eng ist es in dem Stolln. Streckenweise geht es nur in gebückter Haltung vorwärts. Schnell wird deutlich, wie schwer die Bergleute damals unter Tage zu Werke gingen. Jahrhunderte ist es her, als hier im Tiefen St. Elisabeth Stolln in Streckewalde der letzte Bergmann Schlegel und Eisen schwang. Ein erst im vergangenen Jahr gegründeter Verein möchte an die Traditionen und das Erbe des Bergbaus erinnern. Unter Altbergbauverein Tiefer St. Elisabeth Stolln Streckewalde ist dieser im Vereinsregister eingetragen. Viel haben der Vereinsvorsitzende Benjamin Salmonat und seine sechs Mitstreiter hier während der zurückliegenden Monate bewirkt. So haben sie das Mundloch saniert und einen Teil der Strecke wieder aufgefahren. Unter Tage wurde die Wassersaige und Rösche verrohrt. Auf diese Weise kann das Wasser aus dem Stollen laufen. Das Außengelände ist auch schon attraktiv und rustikal gestaltet worden. Aktuell arbeitet der Verein an der Errichtung eines Huthauses. Das soll das neue Domizil werden. Bislang haben die sieben Mitglieder alles aus eigener Tasche finanziert. Zusätzliche 1.000 Euro hat der Verein bei einem Wettbewerb der Ur-Krostitzer-Brauerei gewonnen. Das Geld wird umgehend in Baumaterialien für das Huthaus investiert. Irgendwann, so hoffen die Vereinsmitglieder, möchten sie hin und wieder kleine Gruppen durch das Bergwerk führen und so teilhaben lassen am Bergbauerbe der Erzgebirger. Das hat in Streckewalde eine lange Tradition. Schon seit dem 16. Jahrhundert werden hier Erze abgebaut. Das macht Streckewalde zu einem der ältesten Bergbaustandorte des Marienberger Reviers überhaupt. Im Tiefen St. Elisabeth Stolln wurde ein Stein mit der Jahreszahl 1772 gefunden. Das Streckenprofil weist aber darauf hin, dass hier schon im 16. Jahrhundert Bergbau betrieben worden sein könnte.

DMC Firewall is a Joomla Security extension!