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Neue Sonderausstellung: 90 Jahre Schnitzereien Emil Helbig

Seit dem 29. Oktober zeigt das Mauersberger-Museum eine neue Sonderausstellung. Unter dem Titel: „90 Jahre Schnitzereien Emil Helbig“ präsentiert sie erzgebirgische Volkskunst. Das in Lengefeld ansässige Unternehmen fertigt in erster Linie geschnitzte Figuren an. Daran hatte schon Rudolf Mauersberger großen Gefallen. Mit Emil Helbig war er befreundet. „Rudolf Mauersberger ist Sammler unserer Figuren gewesen“, weiß Bettina Bergmann. Sie ist die Enkelin des Firmengründers und aktuell deren Inhaberin. Für ihre Aussage gibt es in der Ausstellung sogar ein Beweisstück. Das war eigentlich schon für die Mülldeponie bestimmt. Einem Müllfahrer war das geschnitzte Relief aufgefallen. Er fischte es heraus und bewahrte es auf. Es zeigt Rudolf Mauersberger mit einem kleinen Kruzianer. Die Szene gibt eine Begebenheit aus dem Jahre 1969 wieder. Damals wollte der Professor eine kleine Kapelle öffnen. Allerdings fand er den dazu passenden Schlüssel nicht an seinem riesigen Bund. Ein kleiner Kruzianer bot seine Hilfe an und wurde im Handumdrehen fündig. Genau das zeigt das Relief samt Widmung auf der Rückseite. Es gilt als Leihgabe des Eigentümers. Im Erdgeschoss befindet sich die Dauerausstellung aus Rudolf Mauersbergers Nachlass. Auch dort sind Figuren aus der Helbig-Manufaktur zu finden.

Die Schnitzereien des Unternehmens sind äußerst markant. „Wir sind eine Flach- oder Kerbschnitzerei“, so Bettina Bergmann. Diesen Stil hat Emil Bergmann entworfen. Wie dieser genau zu erkennen ist, können alle Interessenten am besten vor Ort erfahren. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung der Firma von ihren Anfängen bis zur heutigen Zeit. 90 Jahre Arbeit werden so abgebildet.

Emil Helbig ist Bildhauer gewesen. An der Gewerbeschule in Grünhainichen unterrichtete er angehende Gesellen. Dort wurde er 1933 entlassen, weil er ein Parteibuch der SPD hatte. Diese Mitgliedschaft reichte auch aus, um ihn in ein Konzentrationslager zu stecken. Als er wieder frei war, gründete er seine Werkstatt. Dort hat er fast ausschließlich Figürliches geschaffen. Tiere nehmen dabei einen großen Raum ein. 

Zu sehen sein wird die Sonderausstellung bis zum 1. April jeweils mittwochs bis sonntags von 13 bis 17 Uhr.

 

Die Enkelin des 1976 verstorbenen Firmengründers lädt zu mehreren Veranstaltungen ins Museum:

Samstag, 11. November, 15 Uhr: Figuren unserer Werkstatt, die Geschichte schrieben – Bettina Bergmann erzählt.

Samstag, 9. Dezember, 15 Uhr: Schauschnitzen

Samstag, 27. Januar 2024, 15 Uhr: Professor Rudolf Mauersberger und die Werkstatt Emil Helbig – Was verbindet uns? Mit Führung in der Kreuzkapelle

Samstag, 17. Februar, 15 Uhr: Damals war’s – Familiengeschichten – die Werkstatt Emil Helbig und unsere Familie

Samstag, 23. März, 15 Uhr: Für Ostern Geschenke gestalten – u. a. mit Rohlingen und Zubehör aus der Werkstatt.

  • 29.10.2023   -  01.04.2024