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Mauersberger Gedenkvesper zum 50. Todestag

18.02.2021
Dresden (evlks). Mit einer Gedenkvesper für den damaligen Kreuzkantor Rudolf Mauersberger wird in der George-Bähr-Kirche in Dresden-Loschwitz an dessen Todestag am Montag, 22. Februar, erinnert. Er leitete den Dresdner Kreuzchor von 1930 bis 1971 in schicksalsreichen Jahren, das auch in seinem kompositorischen Schaffen zum Ausdruck kam. Zunächst führte er u.a. die erzgebirgische Tradition der Christ- und Ostermetten ein, bevor er 1944 den „Weihnachtszyklus der Kruzianer“ schuf.

Die Gedenkvesper, die um 19:30 Uhr in der Loschwitzer Kirche ohne Besucher stattfindet, wird online übertragen und ist ebenfalls über den YouTube-Kanal der sächsischen Landeskirche zu sehen. Es musizieren das Solisten-Ensemble „AuditivVokal Dresden“ unter Leitung von Olaf Katzer sowie Mitglieder der Staatskapelle und der Dresdner Kapellsolisten in den Formationen des „Edenquartett Dresden“ und des „Trio Branny“. Es spielen Nikolaus Branny (Klavier) und Kantor Tobias Braun (Orgel).

Liturgisch führt Pfarrer Markus Deckert durch die Vesper. Prof. Dr. Michael von Brück aus Regensburg wird die Ansprache zum Gedenken halten. Zu hören sind Kompositionen von Rudolf Mauersberger für Chor a-cappella & mit Orgel- und Klavierbegleitung (u.a. „Dankpsalm“, „Der alte Dresdner Totentanz“, „Unruh der Zeit“), das „Präludium d-Moll“ als Orgel-Solo und Ausschnitte aus dem „Streichquartett fis-Moll“ und dem „Klaviertrio c-Moll“.
Die musikalischen Beiträge und die Übertragung werden von der Landeskirche bezuschusst und gefördert.

Rudolf Mauersberger, der aus dem Erzgebirge stammte (*29. Januar 1889), wuchs in der dortigen Musiktradition auf. Über verschiedene Stationen des Musikstudiums in Leipzig, einer Anstellung als Kantor und Organist in Aachen und als Landeskirchenmusikwart in Thüringen (Eisenach), wurde er 1930 zum Kreuzkantor berufen. Mauersberger verarbeitete das Schicksal der Musikstadt Dresden im Trauerhymnus „Wie liegt die Stadt so wüst“, im „Dresdner Requiem“, im „Dresdner Te Deum“ und im „Zyklus Dresden“. Weitere Kompositionen widmen sich der Schönheit von Gottes Natur „Geistliche Sommermusik“,  dem Kreuzestod Christi „Lukaspassion“ oder dem Weihnachtsgeschehen „Christvesper“.