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Weihnachtsmärkte und Pyramidenanschieben nicht realisierbar

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

in vier Wochen beginnt wieder die Advents- und Weihnachtszeit, nicht nur für uns Erzgebirger der schönste Zeitabschnitt des Jahres. Pyramidenanschieben, Weihnachtsmärkte, Bergparaden, gemütliche Weihnachtsfeiern, Konzerte, Adventsliedersingen, um nur einiges zu benennen, verkürzen uns jedes Jahr die Tage bis zum Heiligen Abend. Leider werden wir viele dieser uns liebgewonnenen Traditionen in diesem Jahr nicht erleben. Grund dafür ist bekanntermaßen die Corona-Krise, die wie fast in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens auch hier tiefe Wunden schlägt.

Es tut mir in der Seele weh, der Bevölkerung unserer Großgemeinde solche Hiobsbotschaften überbringen zu müssen, jedoch sind wir als Gemeinde unumstößlich verpflichtet, Gesetzte und Verordnungen einzuhalten und entsprechend umzusetzen.  Dazu gehören auch Anweisungen von übergeordneten Behörden. In diesem Falle beziehen sich diese auf die Durchführung von Weihnachtsmärkten und ähnlichen Veranstaltungen.

Da sich der Umgang mit diesen Auflagen bis zum heutigen Tage als sehr schwierig erweist, hatten wir für den 13. Oktober zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Es nahmen daran alle Akteure aus unseren Ortschaften teil, die einen Bezug zu weihnachtlichen Veranstaltungen haben. In einer offenen und von Ehrlichkeit geprägten Diskussion wurde dahingehend Übereinstimmung erzielt, dass aufgrund der geltenden Vorgaben eine Durchführung von Pyramidenanschieben in Großrückerswalde und Niederschmiedeberg und das Abhalten der Weihnachtsmärkte in Mauersberg und Streckewalde zwar theoretisch machbar wäre, aber praktisch nicht realisierbar ist.

Vorgegebene Auflagen wie Abstandsregel, Besucherbegrenzung, Einbahnstraßenregelung, Verkaufsständeumzäunung mit Identitätserfassung, keine Geschenkeverteilung, Wegfall des Kulturprogramms inclusive Bläser, vorgeschriebene Regeln bei der Toilettenbenutzung und die Überprüfung der Einhaltung aller Vorgaben, möglichst durch einen Sicherheitsdienst, sind der Grund für unsere Entscheidung.

Weiterhin macht uns die Coronaschutzverordnung auch einen Strich durch die Rechnung, wieder eine Rentnerweihnachtsfeier bei der Scheunenwirtin durchzuführen.

Ich bitte um Verständnis für die gefassten Entscheidungen und betone nochmals, dass diese erst nach zahlreichen Gesprächen und Diskussionen in vollem Konsens mit allen Beteiligten getroffen worden sind.

Freuen wir uns trotzdem auf eine anheimelnde Advents- und Weihnachtszeit. Versuchen wir es einmal, auch ohne eigentlich nicht wegzudenkender Höhepunkt, im letzten Monat des Jahres Stille und innere Ruhe zu finden.

Eine Krise, wie wir sie momentan durchleben, birgt auch die Chance in sich, bisher unbeantworteten Fragen zum eigentlichen Sinn des Lebens wieder Aufmerksamkeit zu verleihen.

Bald wird es Weihnachten. Auch ein Virus wie Covid 19 kann es nicht verhindern, dass wir wie in jedem Jahr die Geburt Jesu Christi feiern, und dies in der Hoffnung, dass der Weihnachtsfriede in unsere Herzen Einzug halten möge und die Menschen wieder ein Stück näher zusammenrücken lässt.

 

In diesem Sinne wünsche ich allen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit

 

Jörg Stephan

Bürgermeister

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