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Vereinsgründung zur Betreibung der Großrückerswalder Brauerei geplant

Großrückerswalde. Die Brauerei ist Thema des jüngsten Gemeinderates vom 21. Juli gewesen. Eine extra dafür gegründete Arbeitsgruppe hat dort über den aktuellen Stand der Entwicklungen zur Betreibung informiert. Die Arbeitsgruppe besteht aus jeweils zwei Gemeinderäten der beiden Fraktionen und Mitarbeitern der Verwaltung. Fachleute verstärken das Gremium nach Bedarf. Ihr erstes Treffen fand bereits am 9. Juli im Kultur- und Begegnungszentrum statt. Auf Anregungen mehrere Gemeinderäte beider Fraktionen wird aktuell die Betreibung der Brauanlage durch einen noch zu gründenden Verein bevorzugt. Dieser soll die Tradition des Brauens zum Wohle des Ortes pflegen und damit ein Alleinstellungsmerkmal schaffen. Zur Umsetzung haben sich bereits mehrere Interessenten gefunden. Dazu gehört auch die angehende Braumeisterin Marie-Luise Mauersberger aus Arnsfeld. Sie arbeitet derzeit im Einsiedler Brauhaus. Das Konzept des im Entstehen begriffenen Vereins wurde während des Gemeinderates vom 21. Juli unter dem  Arbeitstitel „Rückschwaller Bürgerbräu“ vorgestellt.

Genauere Modalitäten gilt es innerhalb der Arbeitsgruppe zu entwickeln und sowohl den Gemeinderat als auch der Öffentlichkeit zu vermitteln.

In den zurückliegenden Monaten wurde Andreas Uhlemann aus Großrückerswalde von der Gemeindeverwaltung mit zwei Testläufen in der Brauerei beauftragt. Er hatte die Anlage über viele Jahre bis 2007 im ehemaligen Gasthof „Brauereigasthof Weißer Hirsch“ betrieben und kennt sich daher mit der Technik aus.  Im ersten Test sollte die technische Funktionalität der Anlage sichergestellt werden. Nachdem einige technische Probleme beseitigt worden sind, erfolgte ein der zweite Testlauf. In dessen Rahmen fand eine Kostenermittlung statt. Unter anderem wurden dabei etwa die Kosten für den Energiebedarf ermittelt. Diese wird Grundlage des zu erstellenden Pachtvertrages sein.

Ein dritter Brauvorgang wurde auch Hinblick auf geplante Veranstaltungen in Großrückerswalde und Umgebung durchgeführt. Gleichzeitigt wurden dabei die dabei entstandenen Kosten mit denen des zweiten Testlaufs verglichen. Das gebraute Bier kann Andreas Uhlemann als Entschädigung für eine Vielzahl bislang ehrenamtlich geleisteter Stunden im Sudhaus und im Gärkeller eigenständig vermarkten. Auch darüber herrschte sowohl in der Arbeitsgruppe als auch im Gemeinderat Konsens.

Das Weiterbetreiben der Brauerei wurde durch einen glücklichen Umstand und das umsichtige Handeln des damaligen Gemeinderates erst möglich. Nach der Schließung des Gasthofs stand das Gebäude leer. Zwischen 2013 und 2014 wurde des im Zuge der Sanierungen des Kindergartens als Ausweichquartier genutzt. Auf der Suche nach einem neuen Domizil kam der Gemeinderat 2015 zu dem Schluss, das hier unterzubringen. Die Immobilie wurde gekauft und von November 2015 bis März 2017 umgebaut. Außerdem wurde die Fahrzeughalle für die Feuerwehr neu installiert. Der untere Gebäudetrakt stand jedoch wieder leer. Es entstand ein Konzept für eine sinnvolle Nutzung. Darin war auch die Brauerei als Mittel zur Traditions- und Brauchtumspflege enthalten. Allerdings war die Umsetzung mangels Fördermittel nicht möglich. Im Januar 2017 legte der Freistaat Sachsen en neues Förderprogramm zur Schaffung „Vitaler Ortskerne“ auf. Die Verwaltung zog das Konzept aus der Tasche und stellte mit Zustimmung des damaligen Gemeinderates binnen weniger Tage den entsprechenden Antrag. Dieser wurde im März positiv beschieden. Der Freistaat Sachsen bezuschusste die Maßnahme mit 358.000 Euro. Die Brauerei ist Teil der Fördermaßnahme und wurde unter großen Anstrengungen innerhalb des Gebäudes umgesetzt. Am 1. Mai 2019 ging der untere Gebäudeteil als Kultur- du Begegnungszentrum (KuBz) in Betrieb. Hier ist seit dem auch die Bibliothek untergebracht.

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