gefördert durch:

Großrückerswalde

Mein Großrückerswalde

Fahrradkantor mit zwei Premieren in Großrückerswalde

28.06.2019

Großrückerswalde. Drei Auftritte hatte der Fahrradkantor Martin Schulze in Großrückerswalde. Zwei Davon waren eine Premiere. So gab es zum ersten Mal eine Fragerunde mit Kindern. Auch ein Konzert, an dem Kinder mitwirkten, habe es vorher noch nie gegeben. Dabei betonte der Kirchenmusiker mit dem Fahrrad, dass ihm gerade das sehr große Freude bereitet habe. Schließlich sei er selbst Vater zweier Kinder. Etwa 15.000 Kilometer legt Martin Schulze Jahr für Jahr zurück. Von Mai bis September dauert die Konzertsaison. Etwa 120 Orgeln spielt er so pro Jahr. Sein Weg führt dabei quer durch die gesamte Bundesrepublik. „Lieblingsregionen habe ich keine. Von jeder geht ein gewisser Reiz aus“, sagte er. Die längste Strecke, die er an einem Tag zurücklegte, führte über 420 Kilometer von der Nordsee nach Berlin. Etwa 20 Stunden hatte das gedauert. Zu Hause ist er etwa alle 14 Tage. Schließlich wartet die Familie in Frankfurt an der Oder auf den Vater. Reifen hat er sich schon mehrere Platt gefahren. Deshalb geht er nie ohne Reserveschläuche auf Tour. Außerdem im Gepäck neben Kleidung und Zahnbürste: Werkzeug und natürlich Orgelnoten. Ganz von Unfällen verschont ist er ebenfalls nicht geblieben. „Ich bin schon einmal in ein Auto gefahren“, so der 52-Jährige. Geschlafen wird an den Zielorten bei Familien oder im Pfarramt. Im Wald oder auf freiem Feld musste er noch nicht übernachten. Allerdings zwangen ihn Gewitter schon dazu, etwa in Bushaltestellen zu pausieren um sich unterzustellen. Auf ein E-Bike umzusteigen, kann er sich nicht vorstellen. „Das ist wie Schummeln oder wie Kaffee ohne Koffein“, sagte er. Die Kombination aus Radfahren und Orgelmusik ist für ihn der Traumjob schlechthin. Allerdings würde er gern einmal über die Alpen fahren. Auch dort, so weiß er genau, gibt es herrliche Landschaften und wunderbare Orgeln.

 

Our website is protected by DMC Firewall!