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Neues Gas-Warngerät für die Feuerwehr

Großrückerswalde. Die Freiwillige Feuerwehr Großrückerswalde kann sich ab sofort auf ein neues technisches Hilfsmittel verlassen. Hinter der Bezeichnung „Ex-Tec PM 400“ verbirgt sich ein mobiles Gas-Warngerät. Das ist in der Lage, Propan, Methan und Kohlenmonoxid aufzuspüren. Außerdem misst es deren im Raum befindliche Konzentration. Die drei Gase stellen für die Einsatzkräfte nicht unerhebliche Gefahren dar. Propan- und Methan-Luft-Gemische können bei bestimmten Konzentrationen explodieren. Kohlendioxid wirkt erstickend. Sind gefährliche Konzentrationen erreicht, warnt das Gerät die Kameraden mit Tönen. Außerdem sind die Anteile der genannten Gase in der Luft ablesbar. „Das ist für uns sehr wichtig. Wenn wir einen Raum betreten, in dem wir Gasgeruch feststellen, wissen wir sofort, ob Explosionsgefahr besteht oder nicht“, erklärte Sebastian Hilbert. Er ist der Gemeindewehrleiter in Großrückerswalde. Das neue Gerät löst seinen Vorgänger ab. Das konnte nur Methan messen. Das neue „Ex-Tec PM 400“ hat der Gemeinde die „Eins Energie in Sachsen GmbH & Co. KG“ kostenlos überlassen. Am Donnerstag, dem 23. Juli, wurde es im Beisein des Vorsitzenden der Geschäftsführung des Unternehmens Roland Warner in Großrückerswalde übergeben. Der Wert des Gerätes liegt bei über 1.600 Euro.

Der Gassenlauf findet auch dieses Jahr statt

Großrückerswalde. Der für den 4. September geplante 11. Gassenlauf findet statt. Das gilt auch für den 10. Gassenlauf Kids. Der organisatorische Aufwand wird auf das wichtigste reduziert. Anmeldestart für alle Läufe ist der 1. August. Anmeldungen für den Gassenlauf Kids werden ausschließlich online entgegen genommen. Auf die Prämierung der besten Fanmeile wird verzichtet. T-Shirts soll es dieses Jahr ebenfalls keine geben. Das Organisationsteam bittet alle sich an die geltenden Hygieneregeln zu halten. Mehr dazu unter www.gassenlauf.com.

Vereinsgründung zur Betreibung der Großrückerswalder Brauerei geplant

Großrückerswalde. Die Brauerei ist Thema des jüngsten Gemeinderates vom 21. Juli gewesen. Eine extra dafür gegründete Arbeitsgruppe hat dort über den aktuellen Stand der Entwicklungen zur Betreibung informiert. Die Arbeitsgruppe besteht aus jeweils zwei Gemeinderäten der beiden Fraktionen und Mitarbeitern der Verwaltung. Fachleute verstärken das Gremium nach Bedarf. Ihr erstes Treffen fand bereits am 9. Juli im Kultur- und Begegnungszentrum statt. Auf Anregungen mehrere Gemeinderäte beider Fraktionen wird aktuell die Betreibung der Brauanlage durch einen noch zu gründenden Verein bevorzugt. Dieser soll die Tradition des Brauens zum Wohle des Ortes pflegen und damit ein Alleinstellungsmerkmal schaffen. Zur Umsetzung haben sich bereits mehrere Interessenten gefunden. Dazu gehört auch die angehende Braumeisterin Marie-Luise Mauersberger aus Arnsfeld. Sie arbeitet derzeit im Einsiedler Brauhaus. Das Konzept des im Entstehen begriffenen Vereins wurde während des Gemeinderates vom 21. Juli unter dem  Arbeitstitel „Rückschwaller Bürgerbräu“ vorgestellt.

Genauere Modalitäten gilt es innerhalb der Arbeitsgruppe zu entwickeln und sowohl den Gemeinderat als auch der Öffentlichkeit zu vermitteln.

In den zurückliegenden Monaten wurde Andreas Uhlemann aus Großrückerswalde von der Gemeindeverwaltung mit zwei Testläufen in der Brauerei beauftragt. Er hatte die Anlage über viele Jahre bis 2007 im ehemaligen Gasthof „Brauereigasthof Weißer Hirsch“ betrieben und kennt sich daher mit der Technik aus.  Im ersten Test sollte die technische Funktionalität der Anlage sichergestellt werden. Nachdem einige technische Probleme beseitigt worden sind, erfolgte ein der zweite Testlauf. In dessen Rahmen fand eine Kostenermittlung statt. Unter anderem wurden dabei etwa die Kosten für den Energiebedarf ermittelt. Diese wird Grundlage des zu erstellenden Pachtvertrages sein.

Ein dritter Brauvorgang wurde auch Hinblick auf geplante Veranstaltungen in Großrückerswalde und Umgebung durchgeführt. Gleichzeitigt wurden dabei die dabei entstandenen Kosten mit denen des zweiten Testlaufs verglichen. Das gebraute Bier kann Andreas Uhlemann als Entschädigung für eine Vielzahl bislang ehrenamtlich geleisteter Stunden im Sudhaus und im Gärkeller eigenständig vermarkten. Auch darüber herrschte sowohl in der Arbeitsgruppe als auch im Gemeinderat Konsens.

Das Weiterbetreiben der Brauerei wurde durch einen glücklichen Umstand und das umsichtige Handeln des damaligen Gemeinderates erst möglich. Nach der Schließung des Gasthofs stand das Gebäude leer. Zwischen 2013 und 2014 wurde des im Zuge der Sanierungen des Kindergartens als Ausweichquartier genutzt. Auf der Suche nach einem neuen Domizil für das Gerätehaus kam der Gemeinderat 2015 zu dem Schluss, das hier unterzubringen. Die Immobilie wurde gekauft und von November 2015 bis März 2017 umgebaut. Außerdem wurde die Fahrzeughalle für die Feuerwehr neu installiert. Der untere Gebäudetrakt stand jedoch wieder leer. Es entstand ein Konzept für eine sinnvolle Nutzung. Darin war auch die Brauerei als Mittel zur Traditions- und Brauchtumspflege enthalten. Allerdings war die Umsetzung mangels Fördermittel nicht möglich. Im Januar 2017 legte der Freistaat Sachsen en neues Förderprogramm zur Schaffung „Vitaler Ortskerne“ auf. Die Verwaltung zog das Konzept aus der Tasche und stellte mit Zustimmung des damaligen Gemeinderates binnen weniger Tage den entsprechenden Antrag. Dieser wurde im März positiv beschieden. Der Freistaat Sachsen bezuschusste die Maßnahme mit 358.000 Euro. Die Brauerei ist Teil der Fördermaßnahme und wurde unter großen Anstrengungen innerhalb des Gebäudes umgesetzt. Am 1. Mai 2019 ging der untere Gebäudeteil als Kultur- du Begegnungszentrum (KuBz) in Betrieb. Hier ist seit dem auch die Bibliothek untergebracht.

Buslinie Marienberg – Chomutov gestartet

Marienberg/Chomutov – Seit dem 18. Juli verbindet die Buslinie 588 die Bergstadt Marienberg auf direktem Weg mit der tschechischen Stadt Chomutov.

Das tschechische Verkehrsunternehmen Autobusy Karlovy Vary führt den Betrieb auf der 30-Kilometer-Distanz durch. Die Finanzierung des Vorhabens erfolgt für den sächsischen Abschnitt durch den Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen (ZVMS). Die Kosten betragen maximal 92.000 Euro. Während eines Gespräches wurde gemeinsam mit dem Landrat des Erzgebirgskreises Frank Vogel, dem Oberbürgermeister der Stadt Marienberg Andre Heinrich sowie Vertretern von „Autobusy Karlovy Vary“ und der „Regio Usti“ die erste Fahrt der Linie 588 in Marienberg erwartet. VMS-Geschäftsführer Dr. Harald Neuhaus: „Die Betriebsaufnahme der Linie 588 ist nicht nur ein Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger aus Sachsen und Böhmen, sondern zeigt auch die gute gemeinsame Zusammenarbeit mit den Stadt- und Kommunalverwaltungen sowie den beteiligten Verkehrsunternehmen.“ Landrat Frank Vogel freut sich vor allem über das weitere Zusammenwachsen beider Regionen über die Grenze hinweg: „Nachdem der UNESCO-Welterbetitel als internationales Zeugnis für unsere gemeinsamen Wurzeln steht, verknüpft nun auch die neue Buslinie unsere Regionen. Die dauerhafte Verbindung zwischen Marienberg und Chomutov eint uns einmal mehr.“

Die neue Buslinie schließt eine seit langer Zeit bestehende Lücke im grenzüberschreitenden Nahverkehr. Bis zu fünf Mal am Tag verkehrt sie zwischen Marienberg und Chomutov bei einer Fahrzeit von jeweils 48 Minuten. In den Monaten Juli und August fährt der Bus mit Fahrradhänger (20 Plätze). Die Tickets für die Fahrt erhalten die Fahrgäste bequem beim Busfahrer, dabei kann sowohl in Euro als auch in Kronen bezahlt werden. In Marienberg und in Chomutov ergeben sich praktische Weiterreise-Möglichkeiten zum Beispiel nach Karlovy Vary oder Usti nad Labem auf tschechischer Seite und Chemnitz oder Annaberg-Buchholz in Sachsen.

 

Zum Busfahrplan gelangen Sie hier.

 

Das ist der VMS

Der Verkehrsverbund Mittelsachsen, VMS, umfasst auf rund 5.000 Quadratkilometern die Landkreise Zwickau, Erzgebirge, Mittelsachsen, die Städte Chemnitz und Zwickau. Wir schaffen mit dem Nahverkehrsplan die Rahmenbedingungen für moderne und attraktive Angebote mit Bus und Bahn, arbeiten bei der Umsetzung mit 17 Verkehrsunternehmen zusammen. Wir koordinieren die Bus‐ und Bahnangebote für einfaches Umsteigen und verbinden Städte und Gemeinden mit einheitlichen Tarifen innerhalb des Verbundes. Als Aufgabenträger bestellen wir bei sieben Eisenbahnverkehrsunternehmen rund neun Mio. Zugkilometer. Wir realisieren gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen und den Kommunen das Chemnitzer Modell für eine unkomplizierte und schnelle Straßenbahn/Zug‐Verbindung zwischen Chemnitz und der Region. Wir organisieren für rund 42.500 Schüler die Beförderung zu den Schulen in den Landkreisen Mittelsachsen, Zwickau und Erzgebirgskreis. Die Verkehrsunternehmen im VMS mit 4.000 Mitarbeitern bedienen mit rund 1.000 Bussen, 110 Straßenbahnen, 80 Eisenbahnen und einer Drahtseilbahn knapp 4.800 Haltestellen. Die Verkehrsunternehmen befördern dabei rund 80 Mio. Fahrgäste pro Jahr im VMS‐Tarif.

Autoschlüssel in Niederschmiedeberg gefunden

Niederschmiedeberg. Am 14. Juli ist in der Straße zum Sportplatz in Niederschmiedeberg ein VW-Autoschlüssel gefunden worden. Der Besitzer kann ihn während der Öffnungszeiten im Rathaus der Gemeinde Großrückerswalde (Marienberger Straße 108) abholen. Geöffnet ist dienstags 7.30 bis 11.30 Uhr und 13 bis 17.30 Uhr, donnerstags von 7.30 bis 11.30 Uhr und 13 bis 16.30 Uhr, freitags von 7.30 Uhr bis 11.30 Uhr. Infos unter Tel.: 03735 6030.

Großrückerswalde feiert 550 Jahre Wehrkirche

Das 550-jährige Jubiläum der Großrückerswalde wird gefeiert. Das Programm steht. Prominente Namen sind darin zu lesen. Eigentlich sollte es eine ganz umfangreiche Festwoche geben. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Vorbereitungen dafür begonnen. 550 Jahre Kirchweihe sind schließlich ein passender Anlass dafür. Die aktuelle Situation hat das Organisationsteam dazu veranlasst, das Programm vom 28. September bis zum 4. Oktober zu verkürzen. Außerdem waren gute Ideen gefragt, wie möglichst viele Leute daran teilhaben können. Die Kirche fasst derzeit aufgrund des aktuell geltenden Hygienekonzepts nur 80 Personen. Daher wird hier nur der Festgottesdienst stattfinden. Termin dafür ist Sonntag, dem 4. Oktober ab 10 Uhr. Die Predigt hält der Landesbischof der evangelisch-lutherischen Landeskirche Tobias Bilz. Die Veranstaltung wird aller Voraussicht nach mit Hilfe des MEF-Fernsehens live im Internet übertragen. „Wir haben im Erzgebirge gute Erfahrungen mit dem Aufzeichnen und Ausstrahlen von Gottesdiensten sammeln dürfen. Das Mittel-Erzgebirgs-Fernsehen hat zudem erst vor kurzem einen Blaulichtgottesdienst live übertragen. Daher halten wir das auch im Blick auf den Festgottesdienst für eine sehr gute Variante“, sagte Pfarrer Andreas Lau. Diese Veranstaltung bildet den Abschluss der Feierlichkeiten. Das ursprünglich geplante Kirchencafé muss aus gegebenem Anlass genauso entfallen wie die angedachte historische Ausstellung. Den Auftakt bildet der Vortrag mit Harald Bretschneider am Montag, dem 28. September um 19 Uhr. Von ihm stammt ursprünglich die Forderung des Umformens der „Schwerter zu Pflugscharen“. Er ist Pfarrer im Ruhestand und gilt als Vertreter der kirchlichen Friedens-, Umweltschutz- und Menschenrechtsbewegung in der DDR. Ort des Geschehens wird die Turnhalle der Evangelischen Oberschule sein. Auch dafür ist eine Internetübertragung geplant. Nächster Gast ist am 2. Oktober Peter Hahne. Er wird ab 19 Uhr zu und mit seinen Gästen sprechen. Dieser Programmpunkt findet voraussichtlich in der Turnhalle der Oberschule statt. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Veranstaltung der Kirchgemeinde und von „My Bookstore“ aus Marienberg. Peter Hahne ist Buchautor, Fernsehmoderator und offener Kritiker der Zeitgeschichte. Samuel Rösch hat seinem Heimatort Großrückerswalde 2018 zu Berühmtheit verholfen, als er sich als „Voice of Germany“ in die Herzen der Republik gesungen hat. Am Samstag, dem 3. Oktober ist er ab 20 Uhr in der Wehrkirche mit einer Konzertlesung zu Gast. Dabei werden auch Passagen aus seinem Buch „Ich glaub an dich“ zu hören sein. „Das ist der aktuelle Stand und wir hoffen, dass wir das alles so machen können“, erklärt Andreas Lau mit Blick auf die Corona-Krise.

Mauersberger Simson-Speedhill fällt dieses Jahr aus

02.07.2020

Mauersberg. Das für das zweite September-Wochenende geplante Liftfest mit Simson-Speedhill wurde abgesagt. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wäre es für die Organisationen äußerst schwierig, das Event im gewohnten Maße über die Bühne zu bringen. Schließlich ist es derzeit noch ungewiss, ob oder in welchem Maße es zu Lockerungen in Bezug auf Veranstaltungen kommt. Das Organisationsteam bittet um Verständnis und vertröstet die Freunde der Veranstaltung auf das nächste Jahr.

Fördermittel für Streckewalder Feuerwehr

Streckewalde. Grund zur Freude gibt es derzeit bei der Freiwilligen Feuerwehr Streckewalde. Auslöser dafür ist ein Fördermittelbescheid. Den hat Landrat Frank Vogel gestern vor Ort an den Bürgermeister Jörg Stephan und den Gemeindewehrleiter Sebastian Hilbert übergeben. Der Fördermittelbescheid weist 208.000 Euro auf. Das Geld soll zum einen für den Neubau einer Fahrzeughalle verwendet werden. Außerdem fließt es in den Umbau des Sozialbereiches des bereits bestehenden Gerätehauses. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 532.000 Euro. Die Maßnahmen sollen noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Die Freiwillige Feuerwehr Streckewalde hat derzeit 25 aktive Mitglieder.

Die Steuermittel wurden auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes zur Verfügung gestellt. Die Zuwendung erfolgt auf der Grundlage der §§ 23, 44 der Sächsischen Haushaltsordnung in Verbindung mit der Richtlinie Feuerwehrförderung.

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